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"Let's Talk Jobs" mit Eventmanager Michel Peters - Veranstaltungsbericht

 

Veranstaltungsbericht: „Let’s Talk Jobs“ mit Michel Peters: Projektleitung in einer Agentur für Marketing-Events von Unternehmen

 

Am Montag, den 09.12. fand unsere Alumni-Gesprächsreihe „Let’s Talk Jobs“ zum inzwischen fünften Mal statt. Zu Gast war Michel Peters, ein MKW-Absolvent der allerersten Stunde: Michel begann sein Studium im Jahr 2010 und schloss es 2014 mit dem B.A. ab. Da Michel sich zunächst dagegen entschied, ein Master-Studium anzuschließen, begann für ihn dann eine intensive Bewerbungsphase. Sein bevorzugtes Arbeitsfeld war dabei das Marketing. So entschied er sich, bei der Agentur spielplanvier einzusteigen, die sich auf Eventmarketing spezialisiert hat. Bis heute arbeitet Michel bei dem kleinen Freiburger Unternehmen – und ist als Projektleiter mittlerweile in die Führungsriege von spielplanvier aufgestiegen.

Michels Hauptaufgabe dort ist die Konzeptionierung, Planung und Durchführung von großangelegten Events für Unternehmen. Beispielhafte Veranstaltungen sind etwa Firmenfeiern von mittelständischen Unternehmen aus der Region, aber auch größere Projekte wie mehrtätige Schulungsveranstaltungen stehen auf dem Programm. Außerdem unterstützt spielplanvier gelegentlich größere Marketing-Agenturen bei sehr umfangreichen Projekten als eine Art „Sparrings-Partner“.  Als Projektleiter ist Michel aber in alle Bereiche des Unternehmens involviert und kümmert sich teilweise auch um Personalangelegenheiten und die Buchhaltung. Thematisch überschneiden sich diese Tätigkeiten kaum mit dem MKW-Studium, und Michel gibt auch zu, dass er die Hard-Skills, die er in seinem Arbeitsalltag benötigt, eher aus seinem Nebenfach BWL mitgenommen hat. Aus seinem Hauptfach hat Michel dann vor allem die erlernten Soft-Skills der Selbstorganisation und des eigenständigen Arbeitens beibehalten. Dennoch war MKW für ihn ein lohnenswertes Studium. Seine grundsätzliche Ansicht ist es nämlich, bei der Wahl des Studienganges in erster Linie das eigene Interesse zu priorisieren. Von dem ständigen Gedanken, was man mit den Studieninhalten später im Berufsleben einmal anfangen könne, sollte man sich dagegen eher lösen. Ein Grund hierfür sei auch die Flexibilität des gegenwärtigen Arbeitsmarktes, wo es nichts Ungewöhnliches wäre, sich nach wenigen Jahren beruflich neu zu orientieren.

So sind auch die fünf Jahre, die Michel nun schon bei spielplanvier verbracht hat, eine eher ungewöhnlich lange Zeit für die Arbeit in einer Agentur. Der Job dort bringe nämlich extreme Arbeitsspitzen mit sich, in den intensivsten Phasen einzelner Projekte kann es schon einmal zu Arbeitszeiten von über hundert Stunden pro Woche kommen. Das Risiko für Arbeitnehmer*Innen, dabei nach einiger Zeit auszubrennen, sei dementsprechend hoch. Für eine kleine Agentur wie spielplanvier, wo das Fortbestehen des Unternehmens teilweise an einzelnen Aufträgen hängen kann, gelte das noch einmal in besonderem Maße. Aber natürlich fand Michel auch genügend lobende Worte für seine Arbeit: Das Umfeld bei spielplanvier sei ein sehr familiäres, und durch die Größe der Agentur fühle man sich als Arbeitnehmer auch nicht einfach nur wie ein kleines Rädchen in einem System, das auch ohne eigenes Zutun weiter bestehen würde. Außerdem genießt Michel die kreative Freiheit und die intensive Recherchearbeit, die ihm das Planen und Organisieren  von größeren Veranstaltungen bietet.

Abschließend hatte Michel noch einige allgemeinere Tipps für die anwesenden Studierenden parat: Für junge Arbeitnehmer*Innen sei es  im Arbeitsalltag und ganz besonders bei Gehaltsverhandlungen wichtig, mit Selbstvertrauen auftreten und sich niemals unter dem Wert verkaufen, den man als Bachelorabsolvent*In zweifellos hat. Während des Studiums sollte man zudem nicht an der Frage verzweifeln, ob man das, was man gerade macht, irgendwann später noch einmal gebrauchen könnte und stattdessen den eigenen thematischen Interessen folgen. Und zum Schluss gab es dann noch den für Let’s Talk Jobs schon beinahe obligatorischen Hinweis, dass auch bei spielplanvier studentische Praktikant*innen gerne gesehen sind.

 

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