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"Let's Talk Jobs" mit Doreen Peßler - Veranstaltungsbericht

 

Veranstaltungsbericht: „Let’s Talk Jobs“ mit Doreen Peßler: Einblicke in die medienpädagogische Arbeit des Landesmedienzentrums Stuttgart

 

Gegen Ende des Sommersemesters konnten wir am 10. Juli noch eine „Let’s Talk Jobs“ Veranstaltung durchführen. Zu Gast war Doreen Peßler – zwar nicht physisch, aber per Skype Interview. Die Kommunikation über Skype passte: Doreen, die 2018 ihren Bachelor-Abschluss der Medienkulturwissenschaft in Freiburg gemacht hat, arbeitet nämlich beim Landesmedienzentrum in Stuttgart und ist dort als Projektassistentin im Referat für schulische und außerschulische Medienbildung tätig. Ihre Aufgabe ist die Abwicklung von Aufträgen. Deshalb bezeichnet sich Doreen selbst als Schnittstelle zwischen dem Landesmedienzentrum, wo verschiedene medienpädagogische Programme entwickelt werden, und den regionalen Kreismedienzentren in Baden-Württemberg sowie den dort meist freiberuflich angestellten Medienreferent*Innen, die die Programme durchführen. Der Schwerpunkt dieser Programme ist der Jugendmedienschutz an Schulen, aber auch die Fortbildung in Sachen Medienkompetenz für Lehrkräfte, Eltern und Senioren.

Doreen ist selbst nicht als Referentin tätig – hierfür wäre ein Studienabschluss im pädagogischen Bereich oder eine spezielle Zusatzfortbildung nötig. Als Projektassistentin hat sie dennoch tiefgehende Einblicke in alle angebotenen Programme. Dabei hatte Doreen während ihres Studiums zunächst geplant, in die Filmproduktion einzusteigen, wie sie uns berichtete. Ihre Studieninhalte hatte sie auch dementsprechend ausgerichtet. Nach einem Praktikum bei einer Produktionsfirma in Ludwigsburg erkannte sie aber schnell, dass die Filmbranche mit ihrer fehlenden Jobsicherheit durch die dauerhafte Arbeit auf freiberuflicher Basis doch nicht das Richtige für sie ist. Für ihre jetzige Tätigkeit im öffentlichen Dienst fand Doreen dagegen lobende Worte. Obwohl ihre Stelle dort zunächst auf zwei Jahre befristet ist, ist ihre Situation komfortabel und sicher. Zudem nennt sie die Aufstiegschancen sowie den vielen Urlaub als Vorteile der Arbeit im öffentlichen Dienst. So kann Doreen sich auch vorstellen, nach dem Ende der Befristung weiter im LMZ zu arbeiten, auch wenn sie es nicht ausschließen möchte, später ein Master-Studium anzuschließen. Obwohl die meisten MKW-Studierenden eine solche Tätigkeit im Landesmedienzentrum wohl eher nicht als potentielle berufliche Tätigkeit auf dem Schirm haben, profitiert Doreen in ihrem Arbeitsalltag doch von ihrem Studium der Medienkulturwissenschaft. Das habe ihr nach eigener Aussage einen besonderen Zugang zu Medien geliefert, mit dem sie sich in ihrem eher pädagogisch geprägten Arbeitsumfeld abheben könne. Neben diesen Kenntnissen im Medienbereich war für sie im Bewerbungsgespräch aber vor allem die Bereitschaft wichtig, sich selbstständig einzuarbeiten und weiterzubilden.

Abgesehen von dem Tipp, sich auf Praktika beim Landesmedienzentrum zu bewerben – zusätzlich zu den wenigen ausgeschriebenen Stellen seien auch Initiativbewerbungen immer gern gesehen – hatte Doreen am Ende des Gesprächs noch weitere Ratschläge für die anwesenden Studierenden parat. Diese fielen bei ihr sehr ermutigend aus: Von der Regelstudienzeit sollte man sich bestenfalls nicht unter Druck setzen lassen und für die anstehende Berufswahl sei größere Lebenserfahrung erst einmal eine positive Sache. Zuletzt wollte Doreen mit dem Mythos aufräumen, für MKW-Studierende gäbe es kaum passende Stellen. Der öffentliche Dienst halte enorm viele ungeahnte Stellen bereit, außerdem besitze jedes größere Unternehmen mittlerweile eine Social-Media Abteilung, wo MKW-Studierende mit ihrem besonderen Blick auf Medien punkten könnten.

 

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