Sie sind hier: Startseite Alle Mitteilungen „Let’s Talk Jobs“ mit …

„Let’s Talk Jobs“ mit Maximilian Haberer - Veranstaltungsnachbericht

 

Am 3. Juni ging die Alumni-Gesprächsreihe Let’s Talk Jobs in die dritte Runde. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Einblicke in die akademische Laufbahn eines Nachwuchswissenschaftlers“. Zu Gast war nämlich Maximilian Haberer, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf arbeitet und dort gegenwärtig promoviert.

Während seines Bachelor-Studiums der MKW in Freiburg war sich auch Maximilian noch unsicher bezüglich seiner Berufswahl. Die Leidenschaft für seine Fachrichtung hatte er aber dennoch entdeckt, weswegen er nach seinem Abschluss 2014 ein Masterstudium am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft in Düsseldorf anschloss – der Masterstudiengang Medienkulturforschung wurde zu diesem Zeitpunkt in Freiburg noch nicht angeboten. Von dort kam Maximilian eher spontan zu seiner jetzigen Arbeit: Noch während er an seiner Masterarbeit schrieb, kam ein Angebot seiner Betreuerin, anschließend zu promovieren und als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu arbeiten.

Dieses Angebot kam aber natürlich nicht von ungefähr. Im Gespräch betonte Maximilian die Wichtigkeit seiner Stellen als Studentische Hilfskraft sowohl in Freiburg als auch in Düsseldorf, die ihm einen Einstieg in die akademische Welt ermöglichten und durch die er wichtige Kontakte knüpfen konnte.

Als es dann um seinen Arbeitsalltag ging,  musste Max zunächst mit der Vorstellung aufräumen, dass sich der akademische Bereich im Vergleich zu den bei MKW-Studierenden sehr beliebten medienpraktischen Berufen durch eine höhere Jobsicherheit auszeichne. Hierbei sollte nämlich das Wissenschaftszeitarbeitsgesetz beachtet werden, das befristete Arbeitsverträge und einen gewissen Zeitdruck beim Anfertigen von Dissertationen und Habilitationen mit sich bringt.  Dass Maximilian als Doktorand überhaupt eine Vollzeitstelle hat, ist da schon ungewöhnlich. 

Dennoch sieht Maximilian seine Arbeit positiv, ermöglicht sie ihm doch, die während des Studiums entwickelte Leidenschaft für die Medienkulturwissenschaft mit eigenen Schwerpunkten fortzuführen, und so dem persönlichen Forschungsinteresse nachzugehen. Besonders hebt Maximilian außerdem das Lehren an der Universität und den so entstehenden Kontakt zu Studierenden hervor. Dass das Dozieren Maximilian liegt merkte man im Gespräch auch. In kurzen Exkursen zur Geschichte der Medienkulturwissenschaft und zum eigenen Forschungsgebiet, den Sound-Studies, war er komplett in seinem Element. 

Trotzdem standen natürlich auch bei Maximilian die Tipps an die anwesenden Studierenden im Mittelpunkt. Besonders am Herzen lag ihm beispielsweise auch der Hinweis auf Stipendien. Sein Tipp hier: Einfach bewerben. Im geisteswissenschaft-lichen Bereich stünden die Chancen vergleichsweise gut, an Stipendien zu kommen. Er selbst war während des Masters Stipendiat bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Außerdem ermöglichte eine Teilnahme am Fulbright-Programm es ihm, für ein Jahr an der Pennsylvania State University zu studieren und das Universitätssystem der Vereinigten Staaten kennenzulernen.

 

Wie immer haben wir auch Maximilian im Vorfeld des Gesprächs ein paar Fragen gestellt:

1. Könntest du deinen aktuellen Job kurz beschreiben?

Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Meine Tätigkeiten bestehen aus der Lehre (zwei Seminare pro Semester), aus administrativen Aufgaben (derzeit: Erasmus-koordination) und aus der Forschung, wobei ich hier vor allem an meiner Doktorarbeit arbeite.
 

2. Wie bist du zu diesem gekommen?

Ich wurde gegen Ende meiner Masterarbeit von meiner Betreuerin angesprochen, ob ich Interesse hätte am Institut zu promovieren und als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig zu werden.
 

3. Was waren deine Berufsziele, als du angefangen hast MKW zu studieren? Wie haben diese sich im Laufe deines Studiums verändert?

Am Anfang meines Bachelors hatte ich tatsächlich keine festen Berufsziele. Ausgewählt hatte ich das Studium mit der groben Perspektive im Bereich Medienmanagement oder Kulturarbeit tätig zu werden. Im Verlauf des Studium habe ich aber die Liebe zur Medienkulturwissenschaft gefunden und auch über Tätigkeiten als Hilfskraft den Wunsch entwickelt, hier meine berufliche Heimat zu suchen.
 

4. Inwiefern profitierst du in deinem Arbeitsalltag davon, etwas wie MKW studiert zu haben? Kannst du das dort Gelernte in deinem Arbeitsumfeld praktisch anwenden?

Ich profitiere ungemein von meinem Bachelorstudium der MKW. Wir waren ein sehr guter Jahrgang und hatten äußerst engagierte Dozierende, die mich auf meinem Weg zur Wissenschaft stets unterstützt haben. Aber auch inhaltlich hilft mir mein Studium in Freiburg noch heute weiter und ich greife immer wieder darauf zurück.

5. Warum ist genau dein Beruf das richtige für MKW-AbsolventInnen?

All die Theorien und Themen, die einem schon während des Studiums begegneten und (hoffentlich) begeistert haben, spielen in der Promotion und in der Lehre eine wichtige Rolle.
 

6. Was kannst du Studierenden, die sich bei der Wahl ihres zukünftigen Berufes noch sehr unsicher sind, ganz allgemein mit auf dem Weg geben?

Bemüht euch um Jobs als studentische Hilfskraft, seid in euren Seminaren engagiert und bewerbt euch um Stipendien. Als Hilfskraft erhält man erste Blicke hinter die Fassade und lernt die Strukturen der Universität besser kennen. Außerdem knüpft man wichtige Kontakte. Stipendien halten euch finanziell den Rücken frei, sodass ihr euch vollständig auf das Studium und eure Forschung konzentrieren könnt.

abgelegt unter: